Warum Routinen dir Zeit und Ruhe geben

Routinen – damit meine ich all die Gewohnheiten, die schon so automatisiert in deinem Leben stattfinden, dass du gar nicht mehr darüber nachdenken musst. Jeden Abend auf dem Sofa abhängen, die Tüte Chips und die Tafel Schokolade dabei, die Flasche Rotwein oder das Bier dabei, das Hirn ausschalten und am besten noch gleichzeitig noch auf dem Smartphone rumdaddeln kann genauso gut zur Routine werden wie abends noch ein paar Seiten in einem guten Buch zu lesen. Das Ding ist, dass wir – sobald etwas zur Routine geworden ist – einfach nicht mehr darüber nachdenken. Und worüber wir nicht mehr nachdenken, das werden wir auch so schnell nicht ändern. Wir setzen uns gar nicht mehr damit auseinander, weil wir es gar nicht mehr auf dem Schirm haben. Das kann man sich dann in die richtige (gewollte) oder in die schlechte (nicht überlegte) Richtung führen. Sobald wir nämlich abends von der Arbeit kommen, nach dem Abendessen oder was auch immer unser Ankerpunkt ist, hören wir unser Sofa nach uns rufen. Irgendwann mal hatte unser Körper einfach ein gutes Gefühl, als wir uns nach endlosen Stunden anstrengender Arbeit auf dem Sofa entspannen konnten. Und genau dieses gute Gefühl möchte er immer wieder haben. Und wieder und wieder und wieder…..

Routinen strukturieren unseren Tag. Sie erlauben uns, eine Vielzahl von täglichen Aufgaben zu erledigen, ohne komplett wirr und konfus durch den Tag zu hetzen. Sie ermöglichen uns, unsere Ziele für den Tag zu fokussieren und ganz entspannt immer ein Stückchen weiter auf unserem Weg zu kommen. Das Gehirn muss keine Entscheidungen mehr treffen, weil ganz klar ist, was getan werden soll. Das macht es einfach und effektiv.

Es gibt also gute und schlechte Routinen. Lassen wir mal die schlechten Routinen weg, denn die schleichen sich von ganz alleine ein. Wie etablieren wir eine gute Routine? Wie schaffen wir es, uns eine neue Handlung anzugewöhnen, ohne dass wir die ersten drei Tage im Übereifer zuviel machen, um dann….. gar nichts mehr zu machen?

Es fällt mir immer wieder auf, dass Menschen dazu neigen, ganz schnell ganz großartige Erfolge erzwingen zu wollen. Das funktioniert sogar ganz oft. Aber nach ein paar Tagen lässt der Elan nach. Man schiebt die Aufgabe erst mal nach hinten. Nach hintenunten. Nach hintenoben. Auf jeden Fall mal ganz weit weg. Und nach ein paar Tagen schiebt man gar nicht mehr, denn der neue Vorsatz ist komplett aus dem Kopf verschwunden. Man denkt gar nicht mehr dran.

Da sich aber etwas nachhaltig und für einen langen Zeitraum ändern soll, empfehle ich immer so kleine Schritte, dass sie quasi gar nicht auffallen. Die Mühe, sich vor der Aufgabe zu drücken, muss größer sein als die Anstrengung, es jetzt einfach zu TUN.

Das, was wir jeden einzelnen Tag tun, wird uns letztendlich in unserem Leben weiterbringen. Deshalb schau, dass es in die richtige Richtung geht. Ein gesundes Frühstück jeden Morgen wird dich mit Sicherheit weiterbringen als eine Packung Zigaretten am Tag. Deshalb:

  • überleg dir, was du verwirklichen willst.
  • teil es in ganz winzige Schritte ein.
  • kontrolliere in regelmäßigen Abständen, ob du noch dabei bist.
  • falls nicht, frag dich, wie du den Schritt noch verkleinern kannst.

 

Weitere Beiträge von mir unter: www.chaotisches-leben.com

 

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