Coole Chaoten: Du bist gut so wie du bist

Was ist denn ein Chaot? Und was ist ein Cooler Chaot? Was unterscheidet beide Begriffe voneinander?

Du bist ein Chaot, wenn:

  • du dich ständig beim Essen bekleckerst und man an deinen T-Shirts ablesen kannst, was es heute zu Mittag gab
  • du mindestens 3x am Tag einen wirklich wichtigen Artikel suchst: Geldbeutel, Autoschlüssel, Haustürschlüssel, Auto, Brief, Kind, Hund, Fernbedienung, etc
  • du Termine vergisst und sie dir erst dann einfallen, wenn du es garantiert nicht mehr schaffst – würden sie dir gar nicht mehr einfallen, hättest du ja kein schlechtes Gewissen. So hast du beides: Termin verpasst UND schlechtes Gewissen
  • du die Termine versehentlich mal nicht vergisst, aber so spät kommst, dass der Ansprechpartner gerade die Tür abschließt
  • du ständig denkst: „Das passiert doch einfach niemandem!“ und ernsthaft überlegst, ob du dein Leben verfilmen sollst
  • du mit schöner Regelmäßigkeit die Jacke im Bus liegen lässt und dein Ladekabel im Urlaub bleibt (natürlich das einzige passende Kabel, logisch)
  • du einen Ordner in die Hand nimmst und ganz verblüfft an deiner eigenen Handschrift erkennst, dass du selbst die Blätter vollgeschrieben hast – du dich aber an Inhalte und Themen überhaupt nicht mehr erinnern kannst – und du total begeistert bist, welches Wissen du irgendwann mal hattest
  • dir dauernd etwas aus der Hand fällt. Am besten Honigbrote mit dem Belag nach unten oder volle Joghurtbecher, die so schön explodieren.
  • Fortgeschritten bist du, wenn dir im Aldi eine Flasche mit Kohlensäure auf den Boden knallt und alles zischend, um die eigene Achse wirbelnd gefühlte 30 Minuten lang wild durch die Gegend rumspritzt
  • dir im Restaurant die Gabel so blöd über den Teller rutscht, dass die weiße Tischdecke eine tropfende Spur zu deinem Nachbarn zeigt, der wiederum deine Soße über seinem Hemd hat und so belämmert schaut, dass du auch noch einen Lachflash bekommst.

Und was ist jetzt ein Cooler Chaot? Jemand, der (wie im letzten Beispiel) auch dann auch noch über sich selbst lachen kann, wenn er etwas total verbockt hat. Das ist cool und das ist genau richtig so.

Was nützt es denn, wenn man sich ständig schlecht macht und mit sich selbst schimpft? „Du hättest da wirklich dran denken müssen. Schon wieder ist dir das passiert. Wie kannst du nur?“ Und ganz beliebt:

Was sollen denn die Leute über dich denken?

Piepegal, was die Leute denken. Es geht darum, dass DU Spaß in DEINEM Leben hast.

Nimm bitte an, dass du all das, was da passiert, wahrscheinlich nicht mit voller Absicht so machst. Es ist einfach so, wie es ist. Es passiert einfach so, wie es passiert. Ob du dich anschließend ärgerst oder nicht. Natürlich ist das jetzt nicht das allerbeste Ergebnis, wenn du deinen Sonntagmorgen mit einer 3stündigen Suche nach dem Autoschlüssel verbringst und anschließend so spät bei Schwiegermutter auf der Matte stehst, dass die schon etliche Falten von ihrem eigenen missbilligenden Blick bekommen hat und der Braten im Backofen auf Frikadellengröße geschrumpft ist. Aber hättest du es gekonnt, dann hättest du den Schlüssel garantiert an das wunderschöne Schlüsselbrett gehängt statt ihn in die Hosentasche von genau DER Hose zu stecken, die du morgens als allererstes in die Waschmaschine gestopft hast.

Der springende Punkt ist: du kannst das nennen, wie du willst. Es ist, wie es ist. Es passiert einfach. Aber du kannst dich JETZT dafür entscheiden, wie du darauf reagierst.

Du kannst dich dazu entscheiden, WIE du auf einen Vorfall reagierst.

Und wie du darauf reagierst, hängt von deinen Gedanken ÜBER DICH SELBST und über die Situation ab. Ist der Schlüssel dran schuld, die Waschmaschine, die Schwiegermutter oder du? Das ist doch im Endeffekt egal. Tatsache ist und bleibt: zu spät gekommen – Schwiegermutter sauer – Essen minimiert. Wie reagierst du darauf? Selbstanklagen verführen Schwiegermutter geradezu, auf dieser Wellenlänge mitzumachen. GUTE Schwiegermütter machen den Backofen erst an, wenn die chaotische Schwiegertochter in der Haustür steht und gönnen sich dann ein ausgiebiges Gequassel. MEINE Freunde wissen, dass ich zu spät komme – und nennen mir aus Prinzip immer einen Termin eine Viertelstunde zu früh. Und meine Familie macht immer einen großen Bogen um mich rum, wenn ich was Essbares in der Hand habe.

Nimm dich selbst an, wie du bist. Unperfekt, weil MENSCHLICH.

Unperfekt, weil menschlich.

Sei gut zu dir selbst. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass auch deine Umwelt gut zu dir ist. Akzeptiere, dass all das passiert. Lach drüber (weil es manchmal wirklich witzig ist) und genieße dein Leben, das wenigstens nicht langweilig und monoton ist. Wappne dich mit Humor und Gleichmut. Dann bist du ein echter Cooler Chaot.

Andere Coole Chaoten findest du in meiner Facebookgruppe „Cool im Chaos“. Wir freuen uns auf dich.

 

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