Weihnachten darf kommen…..

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Weihnachtsvorbereitungen – erledigt. Alle? Nein, nicht alle. Aber die, die mir wichtig sind.

Ist das Weihnachtsessen für alle drei Tage geplant und eingekauft? Nein. Ist das Haus von oben bis unten geputzt und geschmückt? Nein. Sind die Geschenke schon eingepackt? Nö. Die Familie eingeladen? Nein, zum Glück nicht. Ähem…. aber die Weihnachtsvorbereitungen wären doch erledigt. Steht oben! Ganz klar und deutlich. Ja, die, die mir wichtig sind, die sind auch erledigt.

Was ist / war das denn tatsächlich in diesem Jahr? Lange Gespräche mit meiner Tochter auf dem Weg in die Stadt. Glühweintrinken und Rumlabern auf dem Weihnachtsmarkt unseres kleinen Dorfes. Wunderschöner Weihnachtsbummel durch die Stadt mit Menschen, mit denen ich nie wieder gerechnet habe. Weihnachtsbaumeinkauf und Kaffeetrinken unterwegs mit meinem Mann. Quasselmarathon mit meiner Virtuellen Assistentin. Ellenlange Emails mit einer Freundin, die ich sehr vermisst habe. Zeit mit der Familie planen und sich drauf freuen wie ein Urmel. DAS ist das, was mir wichtig ist. Und DAS ist jetzt auch erledigt. Nicht einfach abgehakt,sondern genossen.

Heute ist der letzte Arbeitstag für mich. Und das wohl auch nur halb, weil die wenigsten Leute heute noch Geschenke bestellen. Also ist es schon ziemlich ruhig hier. Käme heute nicht eine neue Spülmaschine, wäre ich auch nicht schon um halb 7 aufgestanden. Es sind nämlich Ferien – und ich LIEBE Ferien. Ausschlafen, die Kinder daheim haben, abends länger aufbleiben. Genau mein Ding! Aber nach 6 Wochen Spülen von Hand bin ich andererseits so dankbar für den neuen Geschirrspüler, dass ich auch um 3 Uhr morgens aufgestanden wäre. Letzter Arbeitstag – neue Spülmaschine – Ferien – war noch was?

Ja, ich habe seltsamerweise in aller Hektik an diesem Jahresende gemerkt, was mir tatsächlich wichtig ist. Diese Momente, die man nur genießen kann, wenn man sie auch bewusst wahrnimmt. Wenn man sich wirklich Zeit dafür nimmt und nicht durch sie durchhetzt. Eine ganz kleine Pause – nur Augenblicke. Jeder redet über Achtsamkeit. Aber Achtsamkeit achtsam wahrnehmen, das ist die Kunst. Gerade wenn man so durch´s Leben eilt wie wir. Immer auf dem Sprung. Immer neue Ideen. Immer etwas Neues am Ausprobieren. Und im Nachhinein verschmelzen all diese Erinnerungen zu einem großen Nichts. Weil man gedanklich schon ein Stück weiter war. Und gefühlsmäßig überhaupt nicht anwesend. Dann wird das nichts.

Deshalb habe ich auch ein paar dieser „Special moments“ schon ganz bewusst für´s nächste Jahr geplant. Ich habe eine neue Mitarbeiterin, die mir nach einer kurzen Einarbeitung dabei helfen wird, dass ich mich arbeitsmäßig auf das konzentrieren kann, was mir wirklich Spaß macht. Ich habe gleich zu Anfang des Jahres einen Kurzurlaub geplant, damit wir als Familie wirklich wieder Zeit für uns haben (Abende am Kamin eingeschlossen – ich liebe es). Und einen Wochenendtrip zu meiner Seelenfreundin fest gebucht, der bisher immer verschoben wurde.

Und dann ist es unwichtig, ob wir ein 5-Gänge-Menu für Weihnachten planen oder ob das Haus vor Sauberkeit strahlt. Wichtig ist doch nur, dass WIR strahlen!

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