Die Extrameile….

Die Extrameile gehen, die notwendig ist, um an sein Ziel zu kommen.

Es ist Sonntag. Ich durfte ausschlafen. Als bekennender Langschläfer genieße ich das total und mache NIEMALS frühe Termine für Wochenende oder Ferien. Mann und Tochter sind angeln. Das heißt: es ist ruhig hier und ich habe die Zeit für mich. FÜR MICH ganz alleine. Und was mache ich? Rummgammeln, fernsehen, nichts? Nö. Zuerst mal checke ich Emails und Facebook. Ich freue mich über Benachrichtigungen, dass ich in meinem Porzellankeller was verkauft habe, über Anfragen von Kunden, die ich beantworten darf und über all die Motivationen, die ich auf Facebook kostenlos bekomme. Und dann gammel ich so vor mich hin? Nö, immer noch nicht. Dann arbeite ich an verschiedenen Kursen, die ich online belegt habe (aktuell 5 Kurse gleichzeitig, unter anderem den Immunbooster von Iris Arimond), ich brüte über meinem Ideenbuch, ich lerne etwas über Verkaufspsychologie, mache meine Hausaufgaben für die Academy von Christina Baier und arbeite die ganz hervorragenden Materialien von Marit Alke durch.

Klar, heute ist Sonntag. Es gibt auch ruhige Zeiten und ich kann auch auf dem Sofa lesen und lernen, eingemummelt in eine dicke Wolldecke, den Mops auf dem Schoß und ne warme Tasse Tee. Gemütlichkeit pur. Aber warum mache ich dieses Lern-Dingens? Warum pfeife ich mir nicht ne Daily-Soap rein? Warum schaue ich mir nicht ein paar Serien Hawai five 0 an? Warum telefoniere ich nicht oder zappe mich durch Youtube oder „chille mein Leben“?

Weil ich Ziele in meinem Leben habe. Weil ich weiterkommen will. Ich möchte meinen Porzellankeller noch viel, viel bekannter machen. Ich möchte mir mit dem „Chaotischen Leben“ einen Namen machen. Ich möchte die Menschen mit meinem Schreiben erreichen und positive Veränderungen bei ihnen anstoßen. Und ich möchte einen eigenen Onlinekurs erstellen. Ein großes Ziel. All das kommt nicht von alleine.

Wünsche manifestieren. Sich Ziele in der Phantasie vorstellen. Den idealen Tag kreieren. Kann man machen. Bringt auch was. Aber nicht, wenn man nicht ins TUN kommt. Ich kenne Menschen, die Jahrzehnte auf dem Sofa verbringen, das Fernsehprogramm auswendig aufsagen können und eigentlich nur zum Essen aufstehen (wenn überhaupt). Es sei ihnen gegönnt. Jeder sollte so leben dürfen, wie er es richtig findet. Aber wenn die mir dann erzählen, sie hätten schon immer den Plan gehabt, auszuwandern und sich im Ausland was aufzubauen…. geht das denn vom Sofa aus? Ist das wirklich ein Plan? Und ich kenne (viel zu viele) Menschen, die nur am Jammern sind, und dabei den Hintern einfach nicht hochbekommen. Sie würden ja soooo tolle Dinge machen im Leben, wenn sie Geld hätten, wenn sie die richtigen Beziehungen haben, wenn sie….. alle die Berge und Steine und Staubkörnchen von irgendjemandem aus dem Weg geräumt (gepustet?) bekommen würden. Oder die Frauen, die sich bei mir bewerben, weil sie einen Job möchten und nicht daheim versauern wollen. Ja, natürlich können sie all das, was ich so als Arbeitsanforderungen stelle und das ist alles gar kein Problem, weil man ja etwas machen will aus seinem Leben….. aber huch, ist ja eigentlich schon blöde, wenn man wirklich JEDEN TAG für zwei bis drei Stunden kommen soll. Jeden Tag? Wann soll man denn dann die wichtigen Termine bei Arzt, Wellness-Beraterin und Fingernagelstudio wahrnehmen? Und was ist, wenn die 17jährige Tochter mal nicht zur Schule kann, weil sie Bäuchleinweh hat? Oder der Hund den Mülleimer ausräumt, weil er 2 Stunden nicht von Mama bespaßt wird?

Anfangs habe ich auch noch fassungslos und mit offen stehendem Mund zugehört. Irgendwann habe ich die Vorstellungsgespräche schon beim ersten Ansatz von „diesem überlegenden Blick“ abgebrochen. Bringt nichts! Verlorene Liebesmüh´! Auch mein Kühlschrank füllt sich leider nicht von alleine. Auch meine Kinder haben durchaus mal Redebedarf oder ein Problem. Auch ich habe den einen oder anderen Termin, leider keine Putzfrau und mein Tag hat auch keine 36 Stunden. Es gibt Probleme, die man lösen kann. Und es gibt Probleme, die man gar nicht lösen will und die man deshalb als ganz hervorragende Ausrede vor sich herschiebt, bis sie zu einem unüberwindbaren Wall geworden sind. Sehr bequem. Aber man kommt halt nicht weiter mit solch einer Einstellung. Wie gesagt, das darf ja auch gerne so sein. Niemand muss sich dafür rechtfertigen. Aber dann sollte man dazu stehen und nicht ununterbrochen jammern, dass man aus seiner Sofakuhle heraus nicht die Welt erobern kann.

Und für die, die etwas tun wollen und den A… hochbekommen, gibt es unsere Facebookgruppe „Cool im Chaos“. Dort könnt ihr euch mit Gleichgesinnten unterhalten, diskutieren und gegenseitig den berühmten Tritt in den Allerwertesten geben. Ich freue mich auf euch!

 

2 Kommentare

  1. Wie immer, liebe Gabi 🙂

    Wo du recht hast, hast du recht. Vom Sofa aus Löcher in die Luft starren, hat noch nie reelle Ergebnisse nach sich gezogen.

    Genau deswegen lerne ich auch. Immer und unentwegt an meiner Einstellung, an meinem Mindset, an meinen nicht mehr dienlichen Glaubensmustern. Was kann ich heute anders machen, und wenn es nur für heute ist, damit es mir morgen besser geht?

    Und dann, wenn ich etwas erreicht habe, lege ich die Füße hoch, bin stolz auf mich, bade in einem s**gutem Gefühl und bin kurz darauf wieder positiv energiegeladen, für den nächsten Schritt. Immer einen Schritt weiter, Richtung zu mir und meinem Herzenswünschen.

    Love 💕
    Petra

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