Wir machen uns Facebook so, wie es uns gefällt

Falls – bezogen auf meinen letzten Blogbeitrag – jemand behauptet, Facebook würde seine Stimmung nicht beeinflussen, dann sollte er sich mal selbst etwas beobachten:

  • die Montagmorgen-Posts: jeden Montag die gleichen Beiträge. Gerne auch schon Sonntagnachmittag. Man muss ja vorbeugen, dass man sich da nicht zu wohl fühlt. Durchhalte-Parolen, die dir um den Kopf hauen, wie schlimm doch der Montag ist (auch wenn du es bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht so empfunden hast), dass man zur Arbeit MUSS, sich dort quält und eigentlich nur dran denkt, wann wieder Freitag ist. Wenn das jeder macht, dann muss das ja seine Richtigkeit haben.
  • die Nachrichten. Ja, es ist wichtig, sich zu informieren. Nein, man kann nicht alles Weltgeschehen um sich rum ignorieren. Es macht nur einen ganz großen Unterschied, ob man Informationen aufnimmt (Sach-Ebene) oder ob man sich ne ganze Stunde gefühlt in jedem 3. Post die schrecklichen Einzelheiten von Unfällen und Katastrophen ungefiltert um die Ohren hauen lässt (Gefühls-Ebene). Am besten noch mit Horrorszenarien, die passieren könnten/werden und detaillierten Fotos dazu. Aus dem Archiv noch schnell ein paar passende Fälle gekramt. Ganz ehrlich: ich brauche das nicht. Vielleicht bin ich zu sensibel dazu, mich nimmt sowas mit. Ich kann dann nicht einfach weitermachen. Ich verdränge es nicht, ich passe nur gut auf mich auf. Deshalb lösche ich auch diese Katastrophenfreaks aus meiner Timeline. Ich liebe Tiere und wenn ich Fotos von gequälten und gefolterten Tieren sehe, dann stecke ich das nicht so einfach weg, sondern mir erscheint dieses Bild den ganzen Tag vor meinem inneren Auge und es geht mir mies dabei. Natürlich bin ich dafür, dass Täter angemessen bestraft werden. Aber wenn ich mir die schlimmen Schicksale von manchen Kindern durchlese, dann wird mir übel und dann lässt es mich nicht los. Also: reiner Selbstschutz, dass ich keine Nachrichten höre, sehe oder lese.
  • das Gesundheits- oder Biowetter. Habt Ihr schon mal gehört? Ich muss schon sagen, mein Gesundheitsempfinden schwindet mit jeder Sekunde, in der ich dem netten Vorleser zuhöre. Pollen im Anflug, vor allem diese und jene, ganz schlimm, so viele unterwegs…. ich habe zwar keine Pollenallergie, aber wissen das diese anstürmenden Mini-Unheilbringer auch? Das Wetter ist zu heiß, zu kalt, zu windig, zu …, das kann ein normaler Körper gar nicht aushalten. Man wird doch hoffentlich jetzt nicht Kreislaufbeschwerden, Schlafstörungen, Blutdruckschwierigkeiten oder Kopfweh bekommen? Nun ja, bisher hatte ich nichts davon, aber wenn ich noch länger darüber nachdenke…. Und ist das Wetter mal perfekt, dann war der Wechsel viel zu schnell. Das gibt bestimmt ne fette Erkältung.

Aber zum Glück geht es ja auch in die andere Richtung. Ich habe ganz fantastische und geniale Leute in „meinem“ Facebook. Nicht alle kenne ich aus der Realität. Trotzdem fühle ich mich mit ihnen verbunden. Weil sie mir (nicht nur) morgens ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Weil ich es liebe, Geschichten aus ihrem Alltag zu hören. Weil sie mich motivieren, mein Bestes zu geben. Weil sie mich immer wieder auf den Weg bringen, wenn ich mich gerade verlaufe. Weil es so viele tolle Ideen gibt, die einfach weiterverbreitet werden müssen.

In diesem Sinne: ich liebe Facebook, aber bitte so, wie ich es mir selbst gestalte ❤

Du findest mich bei Facebook privat, auf meiner Seite Chaotisches Leben und in meiner Gruppe Coole Chaoten.

 

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