Aufstehen, Krone richten, weitermachen…

So, weiter unterwegs in Sachen Urlaubs-Challenge: „Achtsamkeit im Urlaub“.

Dienstag und Mittwoch musste ich mich sehr bremsen. Denn plötzlich merkte ich, wie mich der Alltag übermannen wollte. Auch hier. Alltag in Holland´s Wohnzimmer sozusagen. Nur Kleinigkeiten. Hier eine Nachricht von daheim auf dem Smartphone, auf die ich reagieren musste. Dort die Arbeit von daheim wie ein Sog: da ich ja online arbeite, ist es super-schnell passiert, dass ich mich vor dem Laptop wiederfinde. Die Mitarbeiterin möchte was wissen. Ich schaue mal schnell rein, ob bei Ebay ein Porzellan-Schnäppchen zu machen ist (ich handle mit Porzellan). Sind auf meinem Geschäftskonto Zahlungen eingegangen? Und was sagen die Leute bei Facebook? Meine Gruppe ist mir wichtig, also wie geht es den Leuten? Hier ein interessantes Angebot, dort lese ich mich fest, da lade ich was runter, ….. Schwupps, ist eine Stunde rum (oder mehr).

Aber Achtsamkeit hilft auch hier. Wenn man denn so viel Zeit hat, dass man achtsam ist. Tja, ich bin ja im Urlaub, also her mit der Achtsamkeit 🙂 Die Frage an mein achtsames Ich lautet: „Ist das, was ich gerade mache, tatsächlich das, was ich machen wollte?“

Äh, nö! Denn ich bin ja in Holland, weil ich mich erholen will. Ich will auf andere Gedanken kommen, mir Ruhe gönnen, Zeit für das haben, wofür mir daheim genau diese Zeit fehlt. Aber stimmt das überhaupt? Fehlt mir die Zeit tatsächlich? Oder verplane ich die Zeit, die ich habe, einfach falsch? Jeder Mensch hat 24 Stunden Zeit am Tag. Für den einen ist das zuviel, für den anderen zuwenig. Ich gehöre zu den Leuten, deren Tag auch 40 Stunden haben könnte, es wäre immer noch zu wenig. Also wäre das doch jetzt eine gute Gelegenheit, etwas für den Alltag zu lernen.

Und wenn ich mal so von außen schaue, was ich mache, dann ist das doch irgendwie genau das, was ich auch daheim mache? Ich sitze am Laptop. Ob nun daheim am Esszimmertisch oder im schicken Ferienhaus mit Teich im Garten. Es ist und bleibt doch die gleiche (Sitz-)Haltung: das, was vor meinen Augen auf dem Laptop erscheint, ist wichtiger als das, was um mir rum passiert. Das kann nicht sein. Gar nicht. Also wieder zurück auf Kurs. Immer wieder.

„Ist das, was ich gerade mache, tatsächlich das, was ich machen wollte?“ 

Nein, das ist es nicht. Ich wollte nur schauen, ob ich was verkauft habe. Stattdessen lese ich jetzt auf Facebook etwas, was zwar ganz bestimmt wichtig für mein Business ist, was ich aber garantiert auch noch 200x genauso oder in einer ähnlichen Fassung lesen werde. Nein, ich verpasse nichts. Denn wie oft ist ein Artikel zwar total interessant, liest sich aber wie all die anderen und vor allem: animiert mich überhaupt nicht, etwas in meinem Leben BESSER zu machen als vorher. Also kann ich mir das doch auch sparen und meine Zeit besser investieren.

Und was habe ich jetzt gelernt? Nichts aus den ganzen Posts auf Facebook. Aber sehr viel daraus, wie ich mit solchen Informationen und Ablenkungen umgehen sollte. Mich fragen, ob es mich wirklich weiter bringt. Oder ob ich nur die Zeit damit verdaddele. Und wenn die Antwort auf die Frage, ob ich tatsächlich das machen wollte, was ich gerade mache, NEIN lautet, dann ist das nicht schlimm. Aber ich muss dafür sorgen, dass ich schnellstmöglich wieder auf Kurs komme. Was wollte ich? Ein Buch lesen. Genauer gesagt das Buch: „Die Hütte!“ Und was mache ich? Einen Blogbeitrag schreiben. Wieder auf Kurs kommen: Laptop aus und lesen. Tschüß!

 

 

 

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