Achtsamkeit….. im Urlaub

Gabi im Garten in Holland

Vor kurzem habe ich irgendwo etwas gelesen, das bei mir hängen geblieben ist. Im Urlaub wären wir so entspannt, so gut gelaunt, so „anders“, weil wir unser Augenmerk auf Positives richten, statt uns über Negatives den Kopf zu zerbrechen.

Klar, es gibt natürlich auch die Urlauber, die an allem und jedem rumnölen. Ferienwohnung zu dreckig (oft sind das aber seltsamerweise die Leute, die es daheim mit der Sauberkeit gar nicht so genau nehmen), Restaurants nicht „deutsch“ genug (Jägerschnitzel schmeckt nun mal in Thailand meistens etwas anders), Supermarkt nur ausländische Sachen (logisch, da man ja im Ausland IST), alles zu teuer, zu laut, zu schmutzig, zu…. Und mit seinen Liebsten liegt man sofort im Clinch, weil der Nachwuchs Action will, die Eltern aber Ruhe – oder umgekehrt.

Aber ich rede jetzt mal von „Normalos“. Man hat ja nicht ständig frei, man muss meistens sparen, um sich das Wegfahren leisten zu können, man braucht dringend Entspannung und möchte auch mal was anderes sehen. Kurz: die Urlaubszeit ist etwas Besonderes, man kommt am Ziel an und ist gespannt wie ein Flitzebogen. Was gibt es denn im Urlaubsort Schönes? Was kann man sich denn Gutes tun? Was will man sehen und erleben? Endlich Ruhe und Entspannung = Urlaub. Die Vorfreude war groß und nun will man „die schönste Zeit des Jahres“ auch so richtig genießen.

Und da ich ja immer alles ganz genau wissen will, habe ich mich gefragt: Muss das denn so sein? Daheim = Stress und Arbeit (50 Wochen im Jahr). Urlaub = Entspannung und Genuss (2 Wochen im Jahr).

Kann man das denn nicht anders handhaben? Tja, und da ich ja jetzt aktuell eine Woche in Urlaub hier in Holland bin, dachte ich mir, ich horche da mal in mich hinein und mache den 7-Tage-Urlaubs-Test. Was kann man vom Urlaubs-Feeling mit nach Hause nehmen? Was ist denn überhaupt anders dort im Urlaubsort? Klar, meistens schon alleine die Tatsache, dass man nicht 8 Stunden auf der Arbeit sitzt und auch die Kleinigkeit eines netten Meeres vor der Haustür ist nicht zu verachten. Aber von diesen Eckdaten mal abgesehen muss es doch noch was anderes sein, das man vielleicht in den Alltag retten kann?

Denn Fakt ist auch: GEMÜTLICHER hat man es meist zuhause. In der Ferienwohnung / im Zelt / im Mobilheim ist es meistens deutlich enger, die Matratzen sind nicht so bequem, das Sofa ist kleiner, die Küchenausstattung ist nicht so wie daheim. Es fehlen oft die heimischen Gemütlichkeitsfaktoren: die Wolldecke auf dem Sofa, das super-bonus-bauschige Kopfkissen, die Rollläden an den Fenstern, der ausbruchsichere Auslauf für den Familienhund, die große Badewanne und die Unmenge an Geschirrhandtüchern und Badetüchern.

Also werde ich mich in den nächsten Tagen mal in mich hineinhorchen und aufpassen, welche Gedanken da welche Gefühle in mir auslösen – mit dem Ziel, ein kleines Stückchen Urlaub mit nach Hause nehmen zu können.

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